Wer in diesen Tagen durch Hünstetten fährt, hat sie vielleicht schon entdeckt: unsere grünen Wahlplakate zur Kommunalwahl am 15. März 2026. Was auf den ersten Blick wie ganz normale Wahlwerbung aussieht, ist bei genauerem Hinsehen ein bewusster Beitrag zum Umweltschutz – denn auch bei der Wahl unserer Werbemittel bleiben wir unseren Werten treu.
Pappplakate statt Plastik
Wir setzen in diesem Wahlkampf auf nachhaltige Pappplakate aus zwei Quellen: Den Großteil bilden die klimaneutralen Allwetterplakate von Staudigl-Druck (mehr Details unter dem Link), ergänzt durch vereinzelte „Vordermänner“ – selbststehende Pappplakate vom Kreisverband. Beide Varianten überzeugen durch ihre Umweltbilanz.
Die Plakate bestehen zu 90 bis 100 Prozent aus recycelten Holzfasern. Das verwendete Material ist FSC-zertifiziert, was bedeutet, dass es aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt. Nach der Wahl können die Plakate ganz einfach im Altpapier entsorgt und dem Recyclingkreislauf wieder zugeführt werden.
Der geringe Anteil an Polyethylen (PE), der als Feuchtigkeitsbarriere dient und die Plakate wetterfest macht, ist auf ein absolutes Minimum reduziert und kann im Recyclingprozess von den Papierfasern getrennt werden. Insgesamt bestehen unsere Plakate damit zu über 95 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen.
Der Vergleich: Drei gängige Plakatarten im Überblick
- Kunststoff-Hohlkammerplakate sind zwar robust und wiederverwendbar, bestehen jedoch vollständig aus Plastik. Sie benötigen Jahrzehnte, um sich zu zersetzen, und landen nach wenigen Einsätzen oft im Müll. Selbst bei korrekter Entsorgung ist das Recycling von Verbundkunststoffen aufwendig
- Papierplakate auf Plakatständern vermeiden Kunststoff beim Plakat selbst und bieten einige Vorteile: Die Holzgestelle sind oft äußerst langlebig und können über viele Wahlkämpfe hinweg wiederverwendet werden – manche Ständer sind seit Jahrzehnten im Einsatz. Werden sie in Werkstätten für Menschen mit Behinderung gefertigt, verbinden sie Nachhaltigkeit mit sozialer Inklusion und regionaler Wertschöpfung. Allerdings erfordern sie Lagerung, Transport und gelegentliche Wartung, was zusätzlichen logistischen Aufwand bedeutet.
- Unsere Pappplakate vereinen die Vorteile beider Welten: Sie sind wetterfest genug für den Außeneinsatz, kommen ohne separate Ständer aus und bestehen fast vollständig aus recyceltem, nachwachsendem Material. Nach der Wahl verschwinden sie einfach im Altpapier – ohne Rückstände, ohne schlechtes Gewissen.
Klimaneutral produziert
Staudigl-Druck produziert alle Allwetterplakate klimaneutral: Die bei der Herstellung entstehenden CO₂-Emissionen werden durch anerkannte Klimaschutzprojekte kompensiert. Zudem werden kobalt- und mineralölfreie Farben verwendet, die eine hohe UV-Stabilität gewährleisten.
Kleine Entscheidung, große Wirkung
Natürlich rettet ein nachhaltiges Wahlplakat nicht das Klima. Aber es zeigt, dass Umweltschutz kein abstraktes Wahlversprechen ist, sondern bei uns im Alltag beginnt – auch im Wahlkampf. Wir sind überzeugt: Wer glaubwürdig für Nachhaltigkeit eintreten will, muss bei sich selbst anfangen.
Übrigens: Nach der Wahl sammeln wir unsere Plakate wieder ein und führen sie dem Recycling zu. Falls ihr nach dem 15. März ein Plakat entdeckt, das wir übersehen haben, gebt uns gerne Bescheid!
Unser Einsatz für fairen Wahlkampf
Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht nur die Wahl des richtigen Materials – sondern auch einen verantwortungsvollen Umgang mit Wahlwerbung insgesamt. Bereits im Februar 2025 haben wir einen Antrag zur Änderung der Plakatierungsregelung in die Gemeindevertretung eingebracht. Unser Ziel: eine Obergrenze für Plakate pro Ortsteil, eine Beschränkung auf DIN-A1-Format und klare Regeln für den Plakatierungsbeginn. Leider wurde der Antrag mit großer Mehrheit von den anderen Fraktionen abgelehnt.