Grünstetten

Neee… Hünstetten!

Eine kurze Geschichte unserer Gemeinde in leichter Sprache

Hünstetten liegt im Taunus und besteht aus zehn Ortsteilen. Alle liegen an der alten Hühnerstraße, die schon seit vielen Jahrhunderten Wiesbaden und Limburg verbindet.

Frühe Besiedlung

Menschen lebten hier schon in der Steinzeit. Archäologen fanden Werkzeuge und andere Gegenstände aus dieser Zeit.

Später kamen die Kelten in diese Gegend. Sie hinterließen die Hünengräber – große Grabhügel, die man noch heute in den Wäldern findet. Von diesen Hünengräbern kommt auch der Name Hünstetten. Das keltische Wort ‚hön‘ bedeutet ‚hoch‘.

Auch die Römer waren hier. Sie bauten den Limes, eine große Grenzbefestigung, die nicht weit von Hünstetten verlief.

Hühnerkirche im Winter 2026
Hühnerkirche im Januar 2026

Die Hühnerstraße

Die Hühnerstraße ist eine alte Handelsstraße, die heute Bundesstraße 417 heißt. Der Name kommt nicht von Hühnern, sondern wieder vom keltischen Wort ‚hön‘ für ‚hoch‘ – denn die Straße verläuft auf den Höhen des Taunus.

Schon im Mittelalter war diese Straße sehr wichtig für Händler und Reisende. Es gab Zollstationen, wo die Kaufleute bezahlen mussten. Gasthöfe boten den Reisenden eine Übernachtung.

Die Hühnerkirche

Das Wappen und Schild der Hühnerkirche

Die Hühnerkirche ist heute das Wahrzeichen von Hünstetten. Ursprünglich stand hier eine Kapelle, die Pilger anzog. Die Menschen kamen von weit her, um zu beten.

Nach der Reformation verfiel die Kirche. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie schwer beschädigt. Die Steine wurden später für andere Gebäude verwendet, zum Beispiel für eine Kirche in Walsdorf und für das Schloss in Idstein.

Später wurde hier eine wichtige Poststation eingerichtet. Es gab eine Schmiede, eine Pferdeschwemme und eine Wagnerei. Sogar der russische Zar und rumänische Königsfamilien übernachteten hier.

Heute ist die Hühnerkirche ein beliebtes Gasthaus. Seit einigen Jahren gibt es dort wieder regelmäßig Feste und einen Landmarkt.

Die Gemeinde Hünstetten entsteht

Früher war jedes Dorf eine eigene kleine Gemeinde mit eigenem Bürgermeister. Die meisten Dörfer hatten aber nur wenige hundert Einwohner. Das war für eine moderne Verwaltung zu klein.

Anfang der siebziger Jahre schlossen sich deshalb sechs Dörfer freiwillig zusammen: Beuerbach, Kesselbach, Ketternschwalbach, Limbach, Strinz-Trinitatis und Wallbach. Kurz darauf kam Oberlibbach dazu. Einige Jahre später wurden auch Bechtheim, Görsroth und Wallrabenstein Teil von Hünstetten.

Der Name war schnell gefunden: Weil alle Dörfer an der Hühnerstraße liegen und es hier die Hühnerkirche und den Hühnerberg gibt, entschied man sich für ‚Hünstetten‘.

Das Wappen

Das Gemeindewappen an einer E-Ladesäule am Park & Ride Parkplatz gegenüber der Hühnerkirche
Wappen der Gemeinde an einer Ladesäule am Park & Ride Parkplatz Hühnerkirche

Das Gemeindewappen zeigt zehn kleine Hünengräber – für jedes Dorf eines. Der rote Buchstabe ‚H‘ steht für Hünstetten. Der Querbalken des H zeigt die Hühnerstraße, die durch die Gemeinde führt.

Hünstetten heute

Heute leben über zehntausend Menschen in Hünstetten. Die Gemeinde liegt günstig: Frankfurt, Wiesbaden und Mainz sind nicht weit entfernt. Viele Menschen wohnen hier und fahren zum Arbeiten in die umliegenden Städte.

Die alte Hühnerstraße ist heute die Bundesstraße 417. Die Autobahn ist auch ganz in der Nähe.

Die Gemeinde hat einen Kulturpfad angelegt, der zu den schönsten und interessantesten Gebäuden und Denkmälern führt. Tafeln erklären die Geschichte.