Ziel des Antrags ist die transparente Aufbereitung von Messwerten, Herkunft, Sparmöglichkeiten und Vergleichsdaten
Die Gemeindevertretung möge beschließen:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Bürgerinnen und Bürger regelmäßig umfassend über die Qualität des örtlichen Trinkwassers zu informieren. Diese Information soll neben den aktuellen Analysewerten folgende Punkte beinhalten:
- eine allgemein verständliche Einordnung der Messwerte im Verhältnis zu gesetzlichen Grenzwerten und gesundheitlichen Empfehlungen,
- eine Darstellung der Quellen und Lieferwege des Trinkwassers (z.B. Brunnenstandorte, Wasserwerke, Fremdbezug),
- Erläuterungen zu aktuellen Herausforderungen (z.B. Trockenheit, Belastungen, steigende Aufbereitungskosten).
2. Ergänzend soll die Veröffentlichung auch praktische Hinweise enthalten:
- Empfehlungen zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser,
- Möglichkeiten zur Nutzung von Regen- oder Brauchwasser,
- Ein Ampelsystem (Wasserampel) zum Status der quantitativen Wasserversorgung ähnlich Gemeinde Aaarbergen
3. Die Informationen sollen in geeigneter Weise aufbereitet und zugänglich gemacht werden, z.B.:
- als gedruckte Kurzinfo-Beilage im Mitteilungsblatt,
- auf der Website der Gemeinde mit weiterführenden Details
- in einschlägigen Infoportalen wie Wasserportal.info des BDEW
Begründung:
Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich mehr Transparenz über Qualität, Herkunft und mögliche Belastungen. Die bislang veröffentlichten Messdaten sind oft wenig anschaulich oder schwer verständlich. Durch eine klare, laiengerechte Aufbereitung der Informationen wird das Vertrauen gestärkt und ein bewussterer Umgang mit Wasser gefördert. Gleichzeitig können Spar- und Schutzmaßnahmen so einfacher kommuniziert und akzeptiert werden.
Ergebnis
Ein von der HüLi eingereichter Gegenantrag sah vor unseren Antrag auf die Wasserampel und gelegentliche Informationen in den Hünstetter Nachrichten und der MeinOrt-App zu reduzieren.
Trotz intensiver Diskussionen war die Mehrheit leider nicht kompromissbereit.
Der HüLi-Änderungsantrag fand keine Mehrheit in der Gemeindevertretung und wurde abgelehnt. Die HüLi-Fraktion konnte sich danach jedoch auch nicht durchringen, unseren Originalantrag zuzustimmen und lehnte diesen in Folge ab.
Unser Antrag wurde dadurch mehrheitlich bei sechs Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen und 18 Gegenstimmen abgelehnt. Wir bleiben aber bei diesem Thema am Ball und werden im kommenden Jahr einen neuen Antrag dazu einbringen.