Gute Nachricht für den Vereinssport in unserer Gemeinde: Der Kunstrasenplatz Wallrabenstein wird mit 250.000 Euro aus Bundesmitteln saniert. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) zur Förderung ausgewählt. Unsere Grüne Bundestagsabgeordnete Ayse Asar hat sich im parlamentarischen Verfahren gezielt für das Hünstettener Projekt eingesetzt.
Ein Platz, der längst an seiner Belastungsgrenze ist
Wer regelmäßig auf dem Wallrabensteiner Platz unterwegs ist, weiß: Der bestehende Kunstrasen ist in die Jahre gekommen. Das Granulat ist vielerorts ausgespült, der Belag stellenweise hart und uneben. Für Spielerinnen und Spieler – insbesondere im Jugendbereich – bedeutet das ein spürbar erhöhtes Verletzungsrisiko bei Zweikämpfen, Grätschen und Stürzen. Ein sanierter, zeitgemäßer Kunstrasenplatz ist deshalb nicht nur eine Frage des Komforts, sondern vor allem eine Frage der Sicherheit für alle, die hier trainieren und spielen. Gleichzeitig ist der Platz ein zentraler Baustein der Sportinfrastruktur vor Ort.
Rückenwind für eine neue Spielgemeinschaft
Die Förderung kommt zu einem richtig guten Zeitpunkt. Der SV Wallrabenstein und der TuS Beuerbach haben gerade beschlossen, ab der Saison 2026/27 im Seniorenbereich als Spielgemeinschaft gemeinsame Wege zu gehen (siehe Bericht im Wiesbadener Kurier). Ein Schritt, der zeigt, wie Vereine im ländlichen Raum kreativ auf demografischen Wandel und veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen reagieren: Statt parallel um Ressourcen, Spieler und Ehrenamtliche zu konkurrieren, bündeln beide Vereine ihre Kräfte – mit dem klaren Ziel, den Fußball in Hünstetten langfristig wettbewerbsfähig und nachhaltig aufzustellen.
Jugendarbeit im Mittelpunkt
Besonders wichtig: Die Verantwortlichen beider Vereine betonen die Nachhaltigkeit der Jugendarbeit als zentralen Grund für die Spielgemeinschaft. Junge Spielerinnen und Spieler aus Limbach, Görsroth, Beuerbach und Wallrabenstein sollen verlässliche Perspektiven bekommen – vom Bambini-Team bis zur ersten Mannschaft. Gute Trainingsbedingungen sind dafür unverzichtbar. Ein funktionierender Kunstrasenplatz, auf dem Kinder und Jugendliche bei jedem Wetter, ohne Angst vor Verletzungen durch einen ausgezehrten Belag, trainieren können, ist dafür das Fundament.
Förderung ist ein Anfang – kein Schlusspunkt
So erfreulich die Nachricht ist: Ayse Asar macht deutlich, dass es sich nur um einen ersten Schritt handeln kann. Bundesweit steht dem Sanierungsbedarf von rund 7,5 Milliarden Euro bei kommunalen Sportstätten ein Fördervolumen von gerade einmal 333 Millionen Euro gegenüber. Hinzu kommen hohe Eigenanteile und kurze Antragsfristen, die kleinere Kommunen wie Hünstetten oft besonders belasten.
Wir als Grüne Hünstetten begrüßen die Förderung ausdrücklich und danken Ayse Asar für ihren Einsatz. Gleichzeitig bleibt es unsere Aufgabe – auf kommunaler, Landes- und Bundesebene – für eine verlässliche und dauerhaft angelegte Sportstättenförderung einzutreten. Vereine wie der SV Wallrabenstein und der TuS Beuerbach, die vor Ort Verantwortung übernehmen, haben das verdient.
Original Pressemeldung von Ayse Asar
Ayse Asar: Förderung für Hünstetten – wichtiges Signal für den Sport vor Ort
Berlin, 22.04.2026
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) ein Projekt im Rheingau-Taunus-Kreis zur Förderung ausgewählt. Dazu erklärt Ayse Asar, Grüne Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis:„Ich freue mich sehr, dass der Kunstrasenplatz in Hünstetten-Wallrabenstein mit 250.000 Euro aus Bundesmitteln saniert werden kann. Das ist ein starkes Signal für den Sport und den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort.“
„Ich habe mich im parlamentarischen Verfahren dafür eingesetzt, dass das Projekt berücksichtigt wird. Umso mehr freut es mich, dass Hünstetten die Förderung bekommt“, so Asar weiter.
Gleichzeitig macht Ayse Asar deutlich, dass die Förderung nur ein erster Schritt sein kann: „Der enorme Andrang auf das Programm zeigt den dramatischen Sanierungsstau bei kommunalen Sportstätten. Bundesweit stehen einem Bedarf von rund 7,5 Milliarden Euro lediglich 333 Millionen Euro Fördermittel gegenüber.“
„Das Programm ist ein richtiger Ansatz, aber es bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein. Deutschland braucht endlich eine verlässliche und dauerhaft angelegte Sportstättenförderung.“
Kritisch sieht die Bundestagsabgeordnete zudem die Ausgestaltung des Programms: „Hohe Eigenanteile und kurze Antragsfristen stellen viele kleinere Kommunen vor große Herausforderungen, gerade dort, wo der Bedarf besonders hoch ist.“
„Der Bund muss hier gemeinsam mit Ländern und Kommunen nachsteuern, damit die Sportinfrastruktur flächendeckend gestärkt wird.“