Überblick
Mit unserem Antrag möchten wir erreichen, dass die neue Forsteinrichtung zeitnah von der Gemeindevertretung verabschiedet wird – ein Schritt, der ohnehin notwendig ist und nun nicht länger aufgeschoben werden sollte. Die Forsteinrichtung legt die Weichen für unseren Wald in den nächsten zehn Jahren: Umbau zum klimafesten Dauerwald, mehr Biotopholz, schonender Bodenschutz, natürliche Verjüngung, Aufforstung von Schadflächen und bessere Wasserrückhaltung. Darüber hinaus regen wir an, die Ergebnisse in einer öffentlichen Veranstaltung allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorzustellen – denn unser Wald geht uns alle an.
Ergebnis der Behandlung in der Gemeindevertretung
Unser Antrag wurde am 27. Februar 2026 in der Gemeindevertretung behandelt. Dabei teilte die Verwaltung mit, dass die Forsteinrichtung zwischenzeitlich bereits bearbeitet und überbehördlich genehmigt worden sei. Eine von uns geforderte vorherige Behandlung im zuständigen Fachausschuss hatte nicht stattgefunden – obwohl die entsprechenden Unterlagen seit September 2025 vorgelegen haben müssten.
Aufgrund der bereits erfolgten Genehmigung war unser Antrag nach Auffassung der Verwaltung rechtlich nicht mehr zulässig. Positiv ist, dass eine öffentliche Veranstaltung zur Information über die Forsteinrichtung zugesagt wurde – eine zentrale Forderung unseres Antrags.
Dennoch wurde über den Antrag abgestimmt. Er wurde bei 6 Ja-Stimmen, 5 Enthaltungen und 17 Nein-Stimmen mehrheitlich abgelehnt.
Wir bedauern, dass die Gemeindevertretung nicht die Gelegenheit genutzt hat, sich inhaltlich mit der Forsteinrichtung auseinanderzusetzen und die Weichen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung in Hünstetten aktiv mitzugestalten. Die zugesagte öffentliche Veranstaltung begrüßen wir ausdrücklich – denn unser Wald geht uns alle an.
Antragstext
Die Gemeindevertretung möge beschließen:
Die Forsteinrichtung wird der Gemeindevertretung in der nächsten Sitzung zur Verabschiedung vorgelegt.
Das Ergebnis der Forsteinrichtung wird in einer öffentlichen Veranstaltung interessierten Hünstetter Bürgern vorgestellt.
Begründung
Die Forsteinrichtung ist von erheblicher Bedeutung für Hünstetten, weil hier die Rahmenbedingungen für die Bewirtschaftung des Hünstetter Waldes in den nächsten 10 Jahre festgelegt werden. Das gilt einerseits aus wirtschaftlicher Sicht und andererseits aus Sicht der klimaangepassten Umgestaltung des Waldes.
In der Sitzung des BAU-Ausschuss vom 03.09.2025 wurden vorläufige Ergebnisse vorgestellt und vom Bürgermeister eine öffentliche Vorstellung der finalen Ergebnisse angekündigt.
Die finalen Ergebnisse (Ausfertigungsdatum: 30.07.2025) wurden zwischenzeitlich zur Verfügung gestellt (bei den Sitzungsunterlagen vom 03.09. angefügt).
Link: https://sessionnet.owl-it.de/huenstetten/bi/to0050.asp?__ktonr=11552
Eine formale Verabschiedung der Forsteinrichtung durch die Gemeindevertretung (wie in anderen Kommunen stets praktiziert) steht noch aus.
Die Gemeindevertretung sollte in Ihrer Beschlussfassung wichtige Aspekte der Bewirtschaftung hervorheben.
Aus unserer Sicht wären das:
- Das übergeordnete Ziel zur Gestaltung als sog. Dauerwald
- Die empfohlene Erhöhung des Anteils an Biotopholz
- Der schonende Technikeinsatz zum Schutz des Bodens
- Ausnutzung des Naturverjüngungspotentials
- Fortsetzung der Aufforstungsmaßnahmen insb. bei den Kalamitätsflächen
- Maßnahmen zur Wasserrückhaltung im Wald
- Die empfohlene vielfältige Baumartenbeimischung
Für die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Hünstetten
Rainer Gießing
