Überblick
Spielplätze sind mehr als Schaukeln und Rutschen – sie sind Orte der Begegnung, des Spielens und der Bewegung für unsere Kinder und Familien. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Hünstetten ein durchdachtes Konzept für alle zehn Ortsteile bekommt.
Mit unserem Antrag wollen wir erreichen, dass die Gemeinde systematisch hinschaut: Wo gibt es gute Angebote? Wo fehlt etwas? Was brauchen Familien wirklich? Wir wünschen uns eine klare und transparente Gesamtstrategie – mit klaren Prioritäten und einem realistischen Zeitplan.
Uns ist wichtig, dass Spielplätze für alle Kinder zugänglich sind – auch für Kinder mit Behinderungen. Außerdem gehören Sonnenschutz und naturnahe Gestaltung für uns zu einem modernen Spielplatzkonzept dazu.
Gute Ideen entstehen vor Ort: Deshalb sollen die Ortsbeiräte eingebunden werden – und am besten auch die Kinder, Jugendlichen und Eltern selbst.
Was ist passiert?
Am 26. Februar wurde unser Antrag in der Gemeindevertretung intensiv debattiert. Gemeinsam mit der SPD haben wir uns klar für die Erstellung eines Spielplatzkonzepts ausgesprochen – für Inklusion, für moderne pädagogische Ansätze, für Spielplätze, die echte Treffpunkte für Kinder, Eltern und Familien sind. Uns ging es auch darum, die bestehenden Standorte daraufhin zu prüfen, ob sie noch zur Entwicklung der einzelnen Ortsteile passen. Kurz: Ein Spielplatzkonzept ist deutlich mehr als nur eine Frage des Sonnenschutzes.
Da sich eine Ablehnung durch CDU und HüLi abzeichnete, haben wir einen Kompromiss vorgeschlagen: Die Verweisung unseres Antrags in den Jugend- und Sozialausschuss (JSA), damit das Thema nach der Kommunalwahl im Frühsommer sachlich und konstruktiv – über Parteigrenzen hinweg – weiterberaten werden kann. Leider fand auch dieser Verweisantrag keine Mehrheit: CDU und HüLi stimmten größtenteils dagegen.
In der anschließenden Abstimmung über den Originalantrag votierten 11 Mitglieder der Gemeindevertretung mit Ja, 15 mit Nein bei 2 Enthaltungen. Damit ist unser Antrag bei mehrheitlicher Ablehnung durch CDU und HüLi gescheitert.
Das Ergebnis: Kein Spielplatzkonzept für Hünstetten. Wir finden das schade – denn unsere Kinder und Familien hätten eine gemeinsame Strategie verdient – gerade da sich Hünstetten immer als familienfreundliche Gemeinde rühmt. Wir bleiben an dem Thema dran und hoffen für besser Spielplätze in Zukunft eine Mehrheit zu finden.
Antragstext
Die Gemeindevertretung möge beschließen: 1. Der Gemeindevorstand wird beauftragt, ein gesamtgemeindliches Spielplatzkonzept für alle zehn Ortsteile der Gemeinde Hünstetten zu erarbeiten. 2. Das Spielplatzkonzept soll eine systematische Bestandsaufnahme und Bewertung der vorhandenen Spielplätze sowie konkrete Verbesserungs- und Entwicklungsvorschläge enthalten. Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen: Inklusion, Familienfreundlichkeit, Sonnenschutz, Sicherheit, Erreichbarkeit 3. Die jeweiligen Ortsbeiräte sind aktiv an der Erstellung des Konzepts zu beteiligen, ggf. sind Impulse über eine Umfrage bei Eltern, Kindern und Jugendlichen einzuholen 4. Das Spielplatzkonzept ist rechtzeitig bis zu den Haushaltsberatungen für das Jahr 2027 fertigzustellen. 5. Auf Basis des Konzepts ist dann ein Prioritätsplan inkl. Kosten und Zeitplanung zu erstellen und dafür Mittel für die Umsetzung einzuplanen Begründung erfolgt mündlich Für die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Hünstetten Karsten Rose